Das Familien- oder Systembrett
Aufstellungsarbeit ist ein Kommunikationsmittel – gewissermaßen eine Sprache – und dient der Metakommunikation über Beziehungen in Systemen.
Unter „System“ versteht man in diesem Zusammenhang eine durch gemeinsame Situationen und Aufgaben miteinander verbundene Gruppe von Menschen: Das können Berufskollegen am Arbeitsplatz, Mitarbeiter einer Firma oder Mitglieder einer Organisation ebenso sein wie eine Familie oder die Mitglieder eines Haushalts.
Diese Beziehungen werden auf einer symbolischen Ebene räumlich dargestellt. Dadurch ermöglichen Aufstellungen unmittelbare Einsichten in komplexe Zusammenhänge und führen oft in kurzer Zeit zu überraschend guten Lösungsansätzen.
Das Familienbrett wurde 1978 von Kurt Ludewig entworfen. Die Brauchbarkeit für andere Systeme wie Teams, Firmen und Organisationen war eine logische Fortsetzung und vor allem Insa Sparrer und Matthias Varga von Kibed haben mit den "Systemischen Strukturaufstellungen" neue Möglichkeiten aufgezeigt. Diese Strukturaufstellungen sind aber auch für die Arbeit mit dem Familien- oder Systembrett sehr gut geeignet.
Zu Beginn der Arbeit werde ich die Methode erklären.
Es kann auch mit den faszinierenden Möglichkeiten der "Verdeckten
Aufstellungen" gearbeitet werden. Eine Beratungseinheit dauert 50 bis 60
Minuten und kostet Euro 50,- (fünfzig) – für eine Person. Bei
Gruppenarbeiten wird ein gesonderter Preis vereinbart.
In der Familien- oder Einzeltherapie treten Klient und Berater mit Hilfe der Figuren auf dem Brett in einen Dialog über
- das momentane oder das ursprüngliche (Familien-)System.
Dadurch können Muster erkannt und bearbeitet werden, Verstrickungen
und Vernetzungen werden sichtbar gemacht, Übersicht über das
System wird gewonnen.
- es werden Zukunftsperspektiven erarbeitet, Veränderungen
können ausprobiert werden und vor allem neue Realitäten geschaffen
werden. Denkprozesse kommen in Gang – ohne viele Worte werden Erkenntnisse
gewonnen.
In der Supervision kann mit Hilfe des Brettes eine Fallbesprechung geführt werden, Teamstrukturen können erkannt und verbessert werden, es kann ein guter Überblick geschaffen werden:
- in der fallorientierten Gruppen- oder Einzelsupervision
können Klientensysteme aufgestellt werden.
- aus der Sicht der Therapeuten / BeraterInnen oder aus
der Sicht der Klienten. Neue Sichtweisen werden gewonnen, Veränderungen
können ausprobiert werden.
- in Teamsupervisionen können die TeilnehmerInnen
die Systeme ihrer
Klienten / Kunden aus der Distanz betrachten oder das
eigene Team neu sehen und über die
unterschiedlichen Sichtweisen diskutieren.
Selbsterfahrungsgruppen:
Wie bei Aufstellungsgruppen mit Personen werden (Familien)-Systeme
der Teilnehmer mit Hilfe der Familienbrettfiguren aufgestellt und bearbeitet.
Die Teilnehmer befinden sich dabei meist in einer Trance - d.h. ihre Aufmerksamkeit
ist auf ein inneres Bild fokussiert - und können dadurch auch an unbekannte
Schichten ihres Unterbewusstseins kommen. Aus dem in der Aufstellung Dargestellten
können ganz neue und heilende Geschichten entstehen. Aufstellungen
bilden nicht die Wirklichkeit ab, sondern sind die Sichtbarmachung "innerer
Bilder". Sichtbares kann verändert werden!
Im Coaching kann das Systembrett die Situation
im Betrieb, in der Firma, mit den Vorgesetzten und Kollegen auf neue Art
sichtbar machen und zu Veränderungen Anstoß geben.
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